Kinder & Jugendliche


Kinder & Glaube

Gott hält die ganze Welt in seiner Hand.

Das ist selbst für die ganz Kleinen schon gut zu begreifen und eine wunderbare Basis, auf der ein starker Glaube wachsen kann. Dass dieser Gott unser Vater ist, der uns geschaffen hat und liebt, das müssen Kinder schon möglichst früh erfahren. Sie sollen wissen, dass sie mit ihren Fähigkeiten ganz individuell geschaffen sind – genau wie jeder Mensch auf der Erde – und auch genau so, wie sie sind, gebraucht werden. Dass sie wichtig sind für die Welt und im Vertrauen darauf, von ihrem Schöpfer gehalten und begleitet zu sein, ihre Fähigkeiten ausprobieren und ihre Persönlichkeit entdecken können. Für viele Kinder ist es auch ein großer Trost, in Gottes Händen geborgen zu sein, denn oft sind die Aufgaben zu groß, das Tempo zu schnell und manche Erlebnisse jagen ihnen Angst ein. Als wir im Kindergottesdienst im November zusammen mit den Kindern in tiefem Ernst unsere Fürbitten-Gebete formuliert haben, hat sich gezeigt, dass in diesen kleinen Köpfen große Probleme gewälzt werden, und sich die meisten Kinder Sorgen um ihre Familien und Verwandte machen. Es ist so wichtig, immer wieder auf unseren großen, starken Beschützer hinzuweisen, der auch die kranken Großeltern, aussterbende Tiere und Sturmopfer nicht vergisst, dort hilft, wo wir nichts tun können.

Ein zweiter Aspekt, der Kinder stark macht und ihnen über viele Turbulenzen hinweghilft, ist das Bewusstsein, eine unsterbliche Seele zu besitzen. Ganz knapp gesagt: da ich ja vergänglich bin – außer meiner Seele – hat meine irdische Substanz keine so große Bedeutung. Der Blick aus dem "Unirdischen" lässt irdische Probleme weniger wichtig erscheinen. Der Glauben an diese weitere Form des Daseins, das ewige Leben, kann durch Depressionen, Krisen und schlimme Zeiten retten.

Grundlegend ist auf jeden Fall, den Kindern von Beginn an den Glauben an Gott, den Vater zu vermitteln. An die unendliche Liebe, die wir von ihm empfangen und somit auch weitergeben können. Dafür braucht es von klein auf immer wieder Kontakt mit dem Thema. Der Glaube an den Schöpfer muss stetig bestärkt und gefestigt werden, genau wie die Erfahrung, aufgrund des Glaubens zu einer starken Gemeinschaft zu gehören. Ideal ist es natürlich, wenn Kinder bei ihren Eltern zuhause die lebendige Verbindung zu Gott und der christlichen Gemeinschaft beobachten und teilen können. Das Gebet auf der Bettkante oder vor dem Essen und die Teilnahme an Kindergottesdiensten, heiße Debatten über Predigten usw. All diese Impulse sind Schlüssel zum Finden der eigenen Überzeugung, das Fundament für einen immer lebendig bleibenden, sich stetig weiterentwickelnden Glauben, der durch ein ganzes Leben trägt.

 

von Annette und Leonie Vestner


Jugendfreizeit nach Taize, 23.-30. Oktober 2016

Eine Woche in Frankreich verbringen – im Zelt – Ende Oktober, um zu singen, dreimal täglich an einer Gebetszeit teilzunehmen, an Bibelarbeiten zum Thema Barmherzigkeit und Gesprächsgruppen darüber zu diskutieren?

Sie meinen das geht nicht? Das macht kein Mensch?

 

Oh doch! In Taizé schon!. Eine kleine Gruppe von 5 Jugendlichen aus der Region Idstein hat sich genau darauf eingelassen.Am Ende stellte eine Jugendliche fest „in dieser einen Woche bin ich genauso oft in die Kirche gegangen, wie im gesamten Konfirmandenjahr. Aber es war nie zu lang für mich sondern einfach nur schön“ Eine andere wurde neugierig auf das Leben dort in Taizé. Was sind das für Menschen, die so oft in weißen Kutten beten?

 

Taizé ist ein kleiner Ort in Frankreich, der 1940 von einem Priester besucht wurde. Eine alte Frau sagte damals zu ihm: „Bleiben Sie hier, es ist so einsam“. Frére Roger ist geblieben und gründete eine Kommunität. Inzwischen gehören ihr fast 100 Brüder an. Die Herkunft und die Kirchenzugehörigkeit spielt dabei keine Rolle. Das ganze Jahr über kommen überwiegend junge Menschen zu den Jugendtreffen, um eine Woche mit zu beten, mit zu leben und mit zu feiern. In den warmen Sommermonaten können das wöchentlich bis zu 7000 junge Leute aus allen Kontinenten sein. So ist es auch zu erklären, dass in dem kleinen Ort nun die zweitgrößte Kirche Frankreichs steht. Auch die zweitgrößte Küche in Frankreich ist dort zu finden und verköstigt die Teilnehmer.

 

In der letzten Oktoberwoche war es nun nicht mehr so voll. Ca. 2000 Franzosen, 100 Deutsche und 2-300 junge Leute aus anderen Ländern waren in Zelten und Baracken untergebracht.

 

Hektik, Stress und Leistungsdruck bleiben vor den Toren von Taizé. Stattdessen gehören zu dem Leben dort  Freundlichkeit, Offenheit, Ruhe und Gelassenheit. Jedoch keine Spur von Langeweile. Zu tun gibt es immer etwas. Angefangen vom Anstellen zum Frühstück bis zu den Gebetszeiten, den Bibelarbeiten und den allgemeinen Arbeiten, bei denen  jeder Teilnehmer mithilft.

 

Und die Gebetszeiten sind schon etwas besonders. Die Teilnehmer sitzen in der Kirche auf dem Boden, oder auf kleinen Hockern. Es werden viele Lieder gesungen, die in den vergangenen 70 Jahren in Taizé entstanden sind. Kurze Lieder, in verschiedenen Sprachen mit einer eingängigen Melodie  und Text. Dazwischen werden kurze Bibeltexte gelesen und ca. 10 min einfach nur geschwiegen. Zeit um selbst mit Gott zu reden oder nachzudenken. Ohne auch nur einmal auf die Uhr geschaut zu haben ist die Zeit schon wieder um. Die Brüder der Kommunität verlassen die Kirche, doch viele der Teilnehmer bleiben und singen einfach noch weiter.

Ein Gottesdienst, der an die Taizégebete angelehnt ist, wird am 20.   Januar um 18 Uhr in der Kirche  in Görsroth stattfinden. Dazu sind Menschen jedes Alters eingeladen. (Man muss auch nicht auf dem Boden sitzen). Toll wäre es, wenn sich auch im nächsten Jahr wieder eine Gruppe Jugendlicher finden würde, die den Mut haben, eine Woche in Taizé bei den Brüdern der Kommunität zu verbringen.

 

von Anette Körber


Regelmäßige Angebote

Wir haben in unseren Kirchengemeinden eine Vielzahl von Angeboten für Kinder und Jugendliche. So finden jedes Jahr in den Sommerferien die Ferienspiele in unserem Gemeindehaus statt. Auch in den Oster- & Herbstferien werden oftmals Programme wie etwa die KinderBibelWoche angeboten.

Zu den regelmäßigen Veranstaltungen gehören die monatlichen Kids Days, der monatliche Jugendtreff "PLAN B" und die Arbeit mit unseren Konfirmanden.

Seit 2012 bieten wir wöchentlich im Gemeindehaus den Kinderchor "Notenhopser" und den Jugendchor "LaLuna" an.