Unser Kirchenvorstand

Immer unterwegs...

Rüstzeit in Eisenach 2016

Unterwegs auf Luthers Spuren...

führte uns die Reise noch einmal nach Eisenach. Wir kamen Freitag, 26.02.16 nachmittags an und besichtigten, gestärkt von original Thüringer Rostbratwurst, die Wartburg. Die Führung war sehr informativ und wir erfuhren viel über die Ludowinger und das Wirken Luthers, der 1521-1522 in der Burg als Junker Jörg Unterschlupf fand. Hier übersetzte er die Bibel in nur zehn Wochen und verfasste vierzehn weitere Schriften. In seinem Wohnraum war der berühmte Tintenklecks an der Wand leider nicht mehr zu sehen, der entstanden sein soll, als er dem Teufel sein Tintenfass hinterherwarf.

Den Freitag Abend ließen wir gemütlich in unserer Herberge, dem Haus Hainstein am Fuße der Wartburg, ausklingen. Der Samstag Vormittag stand ganz im Zeichen der KV-Arbeit. In einem sehr schönen Tagungsraum erfüllten wir unsere Geschäftsordnung mit Leben und organisierten uns neu. Am Nachmittag hatten wir eine historische Stadtführung mit „Mönch Heinrich“, der uns viele Informationen über die weiteren berühmten Persönlichkeiten vermittelte, die in Eisenach wirkten: J.S. Bach, J.W.v.Göthe und die heilige Elisabeth, eine wohltätige Fürstengattin, die in jungen Jahren verstarb und schon vier Jahre nach ihrem Tod Heilig gesprochen wurde. Der Abend ging mit einem deftigen Rittermahl zu Ende. Am Sonntag hatten wir noch das Glück, als Abschluß unserer Rüstzeit einen Kantatengottesdienst mit Chormusik von Max Reger in der Georgenkirche besuchen zu können. Auf der Orgel dieser Kirche lernte schon J.S. Bach spielen. Nach dem Gottesdienst machten wir uns gemeinsam auf den Heimweg. Auch in diesem Jahr hatten wir wieder eine sehr schöne, lehrreiche und produktive Rüstzeit, bei der der Spaß auch nicht zu kurz kam.

 

Ihr Ingo Hüttenhain 

 


Rüstzeit in Görlitz 2015

Mit der baldigen Beendigung der Wahlperiode des jetzigen Kirchenvorstandes Niederseelbach und Dasbach kam der Gedanke auf, unser ehemaliges Glied Uta Bonadt in Görlitz zu besuchen, denn sie hatte  schon mehrfach eine herzliche Einladung in ihre neue Heimat ausgesprochen. Sie organisierte für uns Unterkünfte und ein kulturelles hochwertiges Programm und so konnten wir viel Zeit miteinander verbringen.

In der Frühe am Freitag, den 13.02 2015 machten wir uns auf die 8 Stunden dauernde Zugreise in den tiefen Osten Deutschlands auf. Liebevoll wurden wir in der Stadtmission in Görlitz begrüßt und untergebracht und konnten von dort zu Fuß viele Besichtigungen und Stadterkundungen unternehmen. Synagoge, Dreifaltigkeitskirche, Mikveh ( Jüdisches Bad ), sowie ein Gang auf dem Kreuzweg  zum Heiligen Grab standen auf dem Programm. Am Sonntag besuchten wir den Gottesdienst in der  Krypta der Peterskirche und erlebten im Anschluss ein kleines Konzert der berühmten Sonnenorgel .

Am Nachmittag gab es eine Rundfahrt durch Zgorzelec / Polen und der neuen Gedenkstätte Stalag VIII A, einem Arbeitslager aus der NS Zeit. Nach dem Besuch des Dom Kultury machten wir einen wunderschönen Spaziergang an der Neiße bis zum Jakob Böhme Haus und dann über die Fußgänger Brücke zurück nach Görlitz. Bei soviel Kultur und Architektur blieb dennoch genügend Zeit für  Gesprächsrunden, in denen die Verantwortlichkeiten und Leitungsaufgaben von KV und Pfarrer erörtert wurden. Hierzu soll in den nächsten Sitzungen ein Regelwerk entstehen, dass dem neuen KV, sowie Sekretariat und Pfarrer die Arbeit erleichtern und übersichtlicher machen soll. Denn es liegt nun mal in der Natur der Dinge, dass sich fast jeder in der Gemeinde oder als Mit- / Zuarbeiter mit seinen Belangen erstmal an den Pfarrer wendet...

Somit hatten wir eine rundum schöne, interessante und ergiebige Zeit, auch wenn bei strahlendem Sonenschein und wolkenlosem Himmel ein strenger, eisiger Ostwind wehte.

Uta Bonadt und ihrem Netzwerk in Görlitz sei ein herzlicher Dank für die tollen 3,5 Tage, die für uns alle sehr beeindruckend waren.


von Ulla Schulze-Falck-Moos


Rüstzeit in Erfurt 2014

Vom 28.02. bis 02.03.2014 befanden sich die Kirchenvorstände Niederseelbach und Dasbach mit Pfarrer Michael Koch zu einer Rüstzeit im Augustiner Kloster in Erfurt.

Noch heute weht in diesem ev. Kloster in allen Ecken der Geist Martin Luthers, der von 1505 bis 1512 hier als Mönch lebte. Eine Klosterführung brachte uns das Leben im Kloster nahe und beinhaltete auch die Ausstellung Bibel-Kloster-Luther. Im Anschluss gingen die Teilnehmer der Rüstzeit in Klausur. Die Vorbereitung der Kirchenvorstandswahl 2015 stand auf dem Plan. Mit Hilfe des Facettenkreuzes wurden die Schwerpunkte unserer Gemeindearbeit erarbeitet. Was wurde in den letzten Jahren erreicht? Die Kirchenvorstände kamen zu dem Schluss, dass man mit dem Erreichten sehr zufrieden sein kann und das vielfältige Angebot in der Gemeinde Akzeptanz findet.

In mittelalterlichem Gewand führte uns am Nachmittag eine Stadtführerin auf Luthers Wegen durch Erfurt. Zahlreiche Kirchen und Wirkstätten Luthers wurden dabei aufgesucht. Natürlich waren die Abende gesellig geprägt. So gab es im Luther Keller eine Speisung wie in mittelalterlicher Manier mit Minnegesang. Man fand Gefallen an den heimischen Spezialitäten wie Thüringer Klöße und Bratwurst und ließ es sich vortrefflich munden.

Die Rüstzeit fand ihren Abschluss am Sonntag in einem Gottesdienst mit Abendmahl im Kapitelsaal des Klosters. In der Predigt wurden wir auf die bevorstehende Fastenzeit eingestimmt. Gerne folgten wir noch der Einladung zum Kirchenkaffee, ehe dann die Heimreise angetreten wurde. Wieder war diese Rüstzeit eine lehrreiche und schöne gemeinsame Zeit der Kirchenvorstände.

 

von Ulla Schulze-Falck-Moos


Rüstzeit in Wittenberg 2013

Vom 1. bis 3. März verbrachte der Kirchenvorstand seine Rüstzeit in der Lutherstadt Wittenberg.

Freitag erkundeten wir nach unserer Anreise die geschichtsträchtige Altstadt von Wittenberg. Die Schlosskirche mit der berühmten Tür, an die Martin Luther 1517 seine 95 Thesen gegen den Ablasshandel anschlug, das Cranachhaus, der Marktplatz mit den beiden Denkmälern für Martin Luther und Philipp Melanchton waren nur einige der Orte, die wir ansteuerten. Der Abend klang gemütlich mit angeregten Gesprächen aus.

Am Samstag hatten wir volles Programm:

Eine 3 1/2 stündige Stadtführung, bei der ein Schwerpunkt die Stadtkirche war, die erste evangelische Kirche überhaupt, in der Martin Luther und Johannes Bugenhagen predigten.

Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch des Lutherhauses. Seine Werke, sein Leben, eine große Auswahl an Werken Lukas Cranachs. Der ganze Tag eine Fülle beeindruckender Informationen.

Abends lernten wir beim Bierseminar in einer Hausbrauerei, wie Bier hergestellt wird und wir leerten manchen "Krug wider den Teufel".

Sonntag besuchten wir den Gottesdienst in der Stadtkirche. International und mehrsprachig gehalten wegen des gerade stattfindenden Kongresses des Lutherischen Weltbundes. Es wehte der Geist Luthers durch die Kirche. Ein beeindruckendes Erlebnis.

Nach dem Kirchgang ging die Gruppe ihrer Wege und machte sich auf den Heimweg.

Eine rundum gelungene Rüstzeit.

 

von Ingo Hüttenhain


Rüstzeit in Eisenach 2012



Rüstzeit in Arnoldshain 2011

Der Kirchenvorstand Niederseelbach traf sich mit einigen Pfarrern in der Evangelischen Akademie Arnoldshain, um am Thema Gemeindeentwicklung zu arbeiten..

Kirche ist die Verbindung zwischen dem Menschen mit seinem Glauben und Gott.

Innerhalb dieser Institution finden wir den durch Berufung und Beruf bevollmächtigten Pfarrer. Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand versucht er gabenorientiert Gemeinde zu entwickeln und zu leiten. In seiner Funktion kann der Kirchenvorstand mit dem Pfarrer Impulse setzen, alles Weitere liegt in Gottes Hand.

Der Aufbau der Gemeinden hat sich über Jahrzehnte, ja sogar Jahrhunderte als zweckmäßige Struktur geformt und gefestigt.

Die Kleingruppen wie der  KV, die Konfirmanden, die Menschen, die für  den reibungslosen Ablauf während des Gottesdienstes sorgen, der Bibelkreis, die jüngeren Mitglieder  im Kindergottesdienst, die Kirchgänger, aber auch die „Selten- oder Nichtbesucher“, alle gehören  zu den über 1300 Menschen in unserer Kirchengemeinde.

Die Kirchgänger erwarten einen Gottesdienst, der ihrem Bedürfnis entspricht, der verständlich ist, inspirierend auch in den Alltag hinein. In der Predigt sollten „wir selber vorkommen“. Dann ist sie nicht aufgesetzt. Dann bringt sie ein Licht in die Gemeinde, lässt eine liebevolle Beziehung untereinander entstehen und baut eine gute Gemeinschaft auf. 

Wir erkennen allerdings, (wie übrigens Tausende von Kirchengemeinden in Deutschland), dass nur etwa 7% aller Gemeindemitglieder in die Kirche kommen.

Und diese 7% sind hauptsächlich Frauen über 60 Jahre.

In diesem Alter reduzieren sich die beruflichen Verpflichtungen, es gibt keine Erziehungsaufgaben mehr. Diese Besucher sind aber noch so mobil, dass sie in die Johanneskirche kommen können. Wir sind sehr froh darüber, dass es diese Frauen gibt. Sie sind die Stütze unserer Gemeinde und bilden den sozialen Zusammenhalt in Familie und Gesellschaft.

Sie kennen die Liturgie, die wunderschönen Kirchenlieder von Luther bis Paul Gerhardt.

Sie können manchen Psalm auswendig und fühlen sich wohl mit den traditionellen Formen unserer Kirche.

„Sollte ich heute morgen doch mal in die Kirche gehen?  Ich bin evangelisch, in der christlichen Tradition verwurzelt, zahle Kirchensteuer, würde auch gerne einmal wieder eine Predigt hören. Aber meine Familie hat am Sonntagmorgen andere Wünsche, nämlich ausschlafen, gemütlich frühstücken, vielleicht sogar bis mittags „brunchen“. Wann haben wir sonst die Zeit, uns ohne Termine zu unterhalten, Gedanken auszutauschen, danach auch gemeinsam etwas zu unternehmen?“ 

So oder ähnlich stellten wir uns in Gedanken die Situation junger Familien vor.

Welche Veränderungen müssten wir vornehmen, dass sich diese Zielgruppe, von der es wirklich viele in unserer Kirchengemeinde gibt, angesprochen fühlen würde.

Denn es gibt einen klaren und guten Grund, dieser Gemeinschaft anzugehören, in ihr Freude zu finden und Wurzeln zu schlagen, nämlich im eigenen Leben Gott zu spüren.

 Als erstes müssten wir wahrscheinlich die Zeit für einen solchen neu angebotenen Gottesdienst verändern.

Sinnvoll wäre es auch, den Ort zu wechseln. Denn im Gemeindehaus gibt es die Möglichkeit, auf zwei Ebenen zu operieren. Den Saal oben könnte man entsprechend festlich herrichten, damit ein Gottesdienst darin stattfinden kann. Den großen unteren Raum würden wir mit den Kindern verschiedener Altersstufen nutzen, während sich die Älteren ganz dem Gottesdienst zuwenden könnten.

Wir dachten an einen Gottesdienst, der aktuelle Themen aufnimmt. (Die Vorschläge dazu können sowohl vom Pfarrer, dem KV, aber auch aus den Reihen der Zuhörer kommen.)

Zu Beginn würden wir gemeinsam mit den Kindern singen und beten. Im mittleren Teil würden sich die themeninteressierten Besucher in einem offenen Kreis begegnen. Am Ende, so wurde an diesem gemeinsamen Wochenende angedacht, würde das Abendmahl mit den Kindern als ganz wichtiges Element der Gemeinschaft gefeiert.

Wir dachten an einen Gottesdienst, dessen Liturgie verändert ist, anderes Liedgut, andere Musikformen und –Richtungen beinhaltet.

Wir möchten nach dem Gottesdienst einem lockeren, gemeinsamen Beisammensein Raum lassen, wo Getränke und essbare Kleinigkeiten angeboten werden und die Möglichkeit eines Gedankenaustausches besteht.

Wir wollen Altes bewahren, weil es einen hohen Wert hat.

Wir wollen aber auch Neues aufgreifen, damit eine lebendige, aktive Gemeinde wachsen kann, die sich hoffentlich mit dem Vorhandenen vernetzt und sich fruchtbar beeinflusst.

Auch wenn der 10- Uhr- Sonntagsgottesdienst für alle da ist, für Jung und Alt , für Männer und Frauen, für Menschen, die ihren Beruf ausüben und Rentner, für Gläubige und Zweifler, sehen wir, dass auf den Kirchenbänken nur wenige Menschen sitzen.

Unsere Vision wäre es, eine Gemeinschaft zu leben, in der sich jeder wohl fühlt und vielleicht sogar dahin kommt, zu denken, dass er etwas verpasst hat, wenn er nicht im Gottesdienst war.

Wir wollen kontinuierliche, regelmäßige, authentische Gottesdienste, kein „Strohfeuer“, keinen Kraftakt, der einmalig viele Menschen in die Kirche lockt.

So hoffen wir als aktiver Kirchenvorstand auf Sie und Ihre Ideen!

Wir wollen gemeinsam mit Ihnen lebendige Gemeinschaft entwickeln und wachsen lassen!

Wir wünschen uns, dass unser kirchliches Handeln in das Leben unserer Dörfer ausstrahlt.

Wir werden nicht ungefragt über unseren Glauben reden, aber wir versuchen in dieser Gemeinschaft so zu leben, dass andere danach fragen.

 

von Waltraut Digel


Rüstzeit in Marburg 2010

Die Kirchenvorstände Dasbach und Niederseelbach trafen sich mit Pfrv. Michael Koch am ersten Märzwochenende zu einer Rüstzeit in Marburg. Diese beiden Tage sollten den Mitglieder/innen das Rüstzeug für die neuen Aufgaben mitgeben.

Nach einer Bilanz der momentanen Gemeindesituationen wurden vorhandene Stärken und Schwächen ermittelt. Es ergaben sich kurz-, mittel- und langfristige Aufgaben, die auf verschiedene Personen nach Neigung und Kompetenz aufgeteilt wurden. Es wurde deutlich, dass dringend weitere ehrenamtliche Helfer/innen benötigt werden.

Pfarrvikar Michael Koch hatte für diese Rüstzeit eine gut strukturierte Aufgabenstellung vorbereitet, so dass es der Gruppe leicht fiel die Themen zu bearbeiten und umzusetzen.

Hochmotiviert und voller Tatendrang  verließen die beiden Kirchenvorstände Marburg.

Nicht vergessen darf man, dass Samstagabend nach getaner Arbeit, die Gruppe einen Bummel durch die Studentenstadt machte und danach in einem netten Lokal das Näherkennenlernen und Miteinander pflegte.

 

von Uta Bonadt